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Carbonbeton im Kulturdenkmalschutz – Zukunftsfähige Instandsetzung der Brücke Kämkerhorst
Mitten im UNESCO-Biosphärenreservat Drömling liegt die denkmalgeschützte Brücke Kämkerhorst – eine einfeldrige Fischbauchträgerbrücke, die seit über einem Jahrhundert Wind, Wetter und wechselnden Belastungen standhält.
By Miriam Melzer
February 9, 2026

Mitten im UNESCO-Biosphärenreservat Drömling liegt die denkmalgeschützte Brücke Kämkerhorst – eine einfeldrige Fischbauchträgerbrücke, die seit über einem Jahrhundert Wind, Wetter und wechselnden Belastungen standhält. Mit dem Ausbau des landwirtschaftlichen Wegenetzes änderten sich die Anforderungen an das Bauwerk. Zuerst wurde die Brücke von der zulässigen Last reduziert und dann durch die Instandsetzung wieder an die aktuellen Lasten angehoben.
Doch wie lässt sich eine denkmalgeschützte Brücke in sensibler Umgebung instandsetzen, ohne ihre historische Substanz zu gefährden?

Erhalt historischer Ingenieurbaukunst, Instandsetzung Brücke Kämkerhorst

Die Brücke Kämkerhorst überspannt die Ohre im Bereich des UNESCO-Biosphärenreservats Drömling. Das Bauwerk wurde 1906 errichtet und zählt mit seiner einfeldrigen Fischbauchträgerkonstruktion zu den wenigen noch erhaltenen Beispielen dieser Bauart. Im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens Calvörde Drömling wurde der bestehende Wirtschaftsweg für den heutigen landwirtschaftlichen Verkehr an heutige Anforderungen, nach vorheriger Lastreduzierung, wieder angepasst. Dadurch wurde eine Überprüfung und gezielte Instandsetzung der Tragstruktur erforderlich, um die zuvor herabgesetzte Tragfähigkeit wiederherzustellen und die historische Brücke auch künftig sicher und dauerhaft nutzen zu können.

Im Mittelpunkt des Projekts stand der Erhalt der denkmalgeschützten Bausubstanz bei gleichzeitiger Anpassung an die heutigen Anforderungen. Auf Basis des CARBOrefit®-Verfahrens wurde die Außenseite des Bauwerks mit einer lediglich 1 cm starken Carbonbetonschicht inklusive Bewehrungslage ertüchtigt. Ergänzend kamen weitere Instandsetzungsmaßnahmen gemäß TR-IH bzw. ZTV-ING zum Einsatz. Die gewählte minimalinvasive Bauweise ermöglicht eine dauerhafte, korrosionsfreie Erhöhung der Tragfähigkeit, ohne das Erscheinungsbild oder die historische Substanz der Brücke zu verändern.
Auch die Flügelwände waren Bestandteil der Instandsetzung. Bereits im Bauwerksbuch aus dem Jahr 2005 wurden vertikale Risse im Anschlussbereich zum Bestand dokumentiert. Um weitere Schäden zu verhindern, wurden die Wände konstruktiv wieder an den Bestand angeschlossen und die Risse saniert. Damit konnte die Tragwirkung entlang der gesamten Wandlänge wiederhergestellt und die Stabilität des Bauwerks gesichert werden. Die Maßnahmen stellen sicher, dass horizontale Lasten künftig zuverlässig aufgenommen werden und die Flügelwände ihre statische Funktion dauerhaft erfüllen.

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie sich Denkmalschutz und moderne Bauwerkserhaltung miteinander verbinden lassen. Mit dem Einsatz von Carbonbeton als Verstärkungsmaterial konnte eine langlebige, nachhaltige und wirtschaftliche Lösung umgesetzt werden – ganz im Sinne des ressourcenschonenden Bauens im Bestand. Die Brücke Kämkerhorst bleibt so nicht nur ein funktionaler Bestandteil der regionalen Infrastruktur, sondern auch ein erhaltenswertes Zeugnis historischer Ingenieurbaukunst.

TAGS
Bauen im Bestand, Brücke, Carbocon, Carbonbeton, CARBOrefit, Denkmalschutz, Drömling, Infrastruktur, Ingenieurbau, Kämkerhorst, Nachhaltigkeit, Projekt, Sanierung

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