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Ernst & Sohn Ingenieurbaupreis 2026: Ingenieurleistung zur Carbonbeton-Sanierung der Hyparschale Magdeburg ausgezeichnet
Die Verstärkung der Hyparschale Magdeburg mit Carbonbeton wurde mit dem Ernst & Sohn Ingenieurbaupreis 2026 ausgezeichnet.
By Miriam Melzer
März 3, 2026

Die Verstärkung der Hyparschale Magdeburg mit Carbonbeton wurde mit dem Ernst & Sohn Ingenieurbaupreis 2026 ausgezeichnet. Die Jury prämierte die herausragend Ingenieurleistung der CARBOCON GMBH zur denkmalgerechten Verstärkung der Schalenkonstruktion und würdigt das Projekt für innovatives Bauen im Bestand sowie den zukunftsweisenden Einsatz von Carbonbeton.
Die Auszeichnung honoriert die Leistung aller an Planung und Umsetzung beteiligten Partner. Gleichzeitig zeigt das Projekt exemplarisch, welches Potenzial im CARBOrefit®-Verfahren für eine ressourcenschonende Transformation des Bestands liegt.

Ein Meisterwerk des leichten Bauens

Die 1969 von Ulrich Müther entworfene Hyparschale besteht aus vier hyperbolischen Paraboloidflächen mit einer Schalendicke von nur 7 cm. Stützenfrei überspannt sie eine Fläche von 48 × 48 m – ein konstruktives Meisterwerk, das Materialeffizienz in höchster Form demonstriert.
Bereits wenige Jahre nach der Errichtung traten erste Schäden auf. Nach der Sperrung verschlechterte sich der Bauwerkszustand weiter, sodass die Schale schließlich kurz vor dem Abriss stand. Konventionelle Verstärkungskonzepte, etwa eine 14 cm starke Spritzbetonlösung (jeweils 7 cm auf Ober- und Unterseite), hätten die filigrane Konstruktion überlastet und ihre charakteristische Leichtigkeit zerstört.

Millimeterdünne Verstärkung mit Carbonbeton

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie entwickelte die CARBOCON GMBH ein alternatives, materialeffizientes Sanierungskonzept: Die Schale konnte mit jeweils nur 1 cm dünnen Carbonbetonschichten auf Ober- und Unterseite verstärkt und somit erhalten werden.

© CARBOCON GMBH

Der innovative Verbund aus Carbonbewehrung und Feinbeton ermöglicht:

  • Erhalt der ursprünglichen Tragstruktur
  • Keine signifikante Erhöhung des Eigengewichts
  • Effizienter Einsatz von Ressourcen
  • Verzicht auf aufwendige Verdübelungen
  • Minimalinvasiven Eingriff in das denkmalgeschützte Bauwerk
  • Dauerhafte Lösung durch korrosionsfreie Bewehrung

Das Tragwerksdefizit von rund 50 % konnte so denkmalgerecht behoben werden – zugleich wird Müthers Grundidee einer materialeffizienten Konstruktion konsequent weitergeführt. Die millimeterdünne Carbonbetonverstärkung bleibt nahezu unsichtbar und bewahrt die beeindruckende Leichtigkeit der Schale.

© Marcus Bredt

Eine Auszeichnung mit Signalwirkung

Die Sanierung der Hyparschale ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zahlreicher Partner, die sich engagiert für den Erhalt dieses außergewöhnlichen Bauwerks eingesetzt haben. Wir gratulieren der CARBOCON GMBH und allen Projektbeteiligten herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung.
Im Gegensatz zu anderen Müther-Schalen – wie dem im Jahr 2000 abgerissenen Berliner „Ahornblatt“ – konnte das Bauwerk dank der innovativen Carbonbeton-Verstärkung mit dem CARBOrefit®-Verfahren vor dem Abriss bewahrt werden. Das Wahrzeichen Magdeburgs steht heute als Referenz für eine neue Generation des ressourceneffizienten Bauens im Bestand. Die Auszeichnung mit dem Ernst & Sohn Ingenieurbaupreis 2026 unterstreicht die Relevanz dieses Ansatzes: Erhalt statt Abriss!

Weitere Informationen

Für weitere Details zur Preisverleihung und zum Projekt besuchen Sie gerne die Informationsseite von Ernst & Sohn sowie den Beitrag der CARBOCON GMBH.

TAGS
Auszeichnung, Carbonbeton, Ernst & Sohn, Hyparschale, Ingenieurbaupreis, Sanierung

In Vertretung

CARBOCON GMBH
Mohorner Str. 13
01159 Dresden

Telefon: 0351 48205 521
E-Mail: info@carborefit.de

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