Logo CarboRefit
Autobahnbrücke in Hessen
Oliver Steinbock, cbing
©
Oliver Steinbock, cbing
Oliver Steinbock, cbing
Oliver Steinbock, cbing

ALLGEMEIN

Bauherr
Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement
Bauzeitraum
2020

Besondere Anforderungen

Abweichende Art der BeanspruchungAbweichende Art der Beanspruchung
Anwendung im AußenbereichAnwendung im Außenbereich
Besondere statische Voraussetzungen

PROJEKTBESCHREIBUNG

Erstmals erfolgte die Anwendung von Carbonbeton zur Verstärkung einer Autobahnbrücke in Deutschland. Das etwa 70 m lange Bauwerk überführt in Frankfurt (Main) die BAB A648 über zwei Radwege und den Flusslauf der Nidda. Die 3-Feld Brücke wurde 1971 erbaut und mit dem Spannverfahren KA 141/40 der Philipp Holzmann AG vorgespannt. Der dabei verbaute Spannstahl „Sigma Oval“ gilt als spannungsrisskorrosionsgefährdet. Die rechnerische Bewertung zeigte, dass unter der regelmäßigen Verkehrsbelastung eine große Menge an Spannstahl unbemerkt ausfallen könnte. Die Tragsicherheit des Überbaus wäre dann bei voller Belastung nicht mehr gegeben. In diesem Fall spricht man von einem Tragwerk ohne ausreichendes Versagensankündigungsverhalten – ein nicht akzeptabler Zustand. Aufgrund der Relevanz der Brücken im Verkehrsnetz war ein Neubau kurzfristig nicht realisierbar. Eine Verstärkung des gesamten Bauwerks zur Verlängerung der Restlebensdauer war infolgedessen erforderlich. Konventionelle Verstärkungsmaßnahmen oder gar Abstützungen hätten zu einer erheblichen Einschränkung des Lichtraums der Radwege unter den Teilbauwerken, zu massiven Eingriffen in den geschützten Naturraum und zur maßgeblichen, dauerhaften Einschränkung des Durchflussquerschnittes der Nidda geführt. Daher waren hier alternative Konzepte notwendig!

Das Tragfähigkeitsdefizit wird nun durch eine gezielte Verstärkung mit nur wenigen Zentimetern Carbonbeton kompensiert. An der Oberseite ist die Verstärkungsschicht komplett in den Fahrbahnaufbau integriert, ohne die Gradiente anheben zu müssen. Die Einschränkungen für die unterführenden Radwege in den Randfeldern sind bei nur 3 cm Verstärkungsschichtdicke minimal. Der sensible Naturraum am Flusslauf der Nidda unter dem Hauptfeld bleibt von der Baumaßnahme sogar gänzlich unberührt!

In Vertretung

CARBOCON GMBH
Mohorner Str. 13
01159 Dresden

Telefon: 0351 48205 521
E-Mail: info@carborefit.de

Unser Newsletter

Wir behandeln Ihre Daten mit größter Sorgfalt! Mehr Informationen zum Umgang mit personenbezogenen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Consent Management Platform by Real Cookie Banner